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Berichte 2011


Behinderung und Autofahren

Rechtsanwältin Susanne Heiler referierte

Vor sehr interessiertem Publikum, bestehend aus Gruppenmitgliedern und Gästen, hielt die Rechtsanwältin Susanne Heiler aus Weitefeld einen Vortrag zum Thema "Behinderung und Autofahren". Da sich im Vorfeld auch Gehörlose für den Vortrag angemeldet hatten, war die Gebärdensprachdolmetscherin Marion Schmallenbach für die Übersetzung engagiert worden. 

Frau Heiler gab einen umfassenden Überblick über die rechtlichen Grundlagen und ging dabei insbesondere auf das Verkehrsverwaltungsrecht und die Fahrerlaubnisverordnung ein. Anhand einiger Beispiele erläuterte sie die Begriffe Eignung und Eignungszweifel und informierte u.a. über den Entzug der Fahrerlaubnis sowie die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) und die Möglichkeit einer Wiedererteilung der Fahrerlaubnis. Die Referentin wies darauf hin, dass bei manchen Erkrankungen (z.B. bei Epilepsie) und Bewegungsbehinderungen (z.B. Beine/Arme) Bedenken bestehen können, und erklärte, welche Maßnahmen die Führerscheinbehörde ergreifen darf.

Während des Vortrags beantwortete die Referentin zahlreiche Fragen. Manche der Anwesenden berichteten von ihren gemachten Erfahrungen und trugen damit auch zu dem äußerst informativen Abend bei. Wir bedanken uns sehr herzlich bei Frau Heiler für ihre anschaulichen Ausführungen.

Unsere Beratungs- und Informationsstunde

Angebot besteht seit 5 Jahren

Seit 2006 führen wir regelmäßig eine MS-Beratungsstunde für Betroffene, Angehörige und Interessierte mit Fragen zur Multiplen Sklerose durch. Zunächst fand dieses Angebot in den Räumen der "Diakonie in der City" in Siegen statt, später wechselten wir in das Jung-Stilling-Krankenhaus, wo uns im Erdgeschoss nahe dem Eingang ein geeigneter Raum zur Verfügung gestellt wird. 

Die Beratung findet an jedem dritten Mittwoch des Monats in der Zeit von 16.00 bis 18.00 Uhr statt. Zwei unserer Mitglieder stehen zum Gespräch zur Verfügung, beantworten Fragen rund um die Erkrankung und halten Informationsmaterial bereit. Aus eigener Erfahrung wissen wir, welche Fragen und Probleme die Diagnose MS aufwerfen kann. In ruhiger Atmosphäre können diagnostische und therapeutische Möglichkeiten besprochen werden. Medizinische Fachbegriffe, die z.B. im Arztgespräch gefallen sind, werden erklärt. Auch haben Betroffene die Gelegenheit, vorhandene Ängste anzusprechen. Wer unser Angebot nutzen möchte, kann (mit oder ohne) Anmeldung persönlich kommen oder in der angegebenen Zeit anrufen: 0176-78455019. Näheres zum Ort der Beratungsstunde steht unter Anfahrt.

Beratungsstunde1
Beratungsstunde1
Beratungsstunde2
Beratungsstunde2

Vortrag: „Tabletten statt Spritzen?“

Aktuelle Therapien bei MS – Neurologe Alexander Simonow gab Übersicht 

Nicht nur unsere Gruppenmitglieder, sondern auch zahlreiche Gäste kamen in die Siegerlandhalle zum Vortrag des Neurologen und Psychiaters Alexander Simonow. Der ehemalige Chefarzt der Schloßberg-Klinik in Bad Laasphe praktiziert nun in Herborn. 

Herr Simonow gab einen sehr verständlichen und ausführlichen Überblick über die medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten der Multiplen Sklerose. Dabei ging er u.a. auch auf die Risiken der gängigen Schubbehandlung mit hochdosiertem Cortison ein. „Der Patient sollte immer gemeinsam mit dem behandelnden Arzt abwägen und entscheiden, ob eine Cortisongabe notwendig ist,“ so der Referent, „denn auch diese Behandlung kann erhebliche Spätfolgen haben, wie z.B. Osteoporose.“ Immer wiederkehrende Beschwerden seien meist kein akuter Schub, der mit Cortison behandelt werden muss. „Viele der auftretenden Verschlechterungen bei MS bilden sich auch ganz ohne Behandlung wieder zurück.“ 

Ebenso ausführlich ging er auf die Bedeutung der Magnetresonanztomographie (MRT) ein, einem bildgebenden Verfahren, mit dem Entzündungsherde in Gehirn und Rückenmark dargestellt werden können. Vor allem für die Diagnosestellung sei das wichtig, jedoch nicht unbedingt erforderlich, um den weiteren Krankheitsverlauf darzustellen. Manchmal könne eine MRT-Aufnahme sogar irreführend sein, „denn viele Entzündungsherde sind nicht gleichbedeutend mit einem hohen Behinderungsgrad.“ So könnten z.B. bei einem MS-Patienten mit nur wenigen oder keinen Einschränkungen auf dem MRT-Bild zahlreiche kontrastmittelanreichernde Herde sichtbar sein, während bei einem stark bewegungseingeschränkten Patienten nur wenige Herde zu erkennen seien. 

Im weiteren Verlauf seines Vortrages ging er auf das erst kürzlich in der EU zugelassene oral zu verabreichende Medikament zur MS-Behandlung ein. Dabei handelt es sich um den Wirkstoff Fingolimod, der unter dem Handelsnamen Gilenya® vertrieben wird. Diese Tablette ist nur zugelassen für Patienten mit hochaktiver, schubförmig-remittierend verlaufender MS, bei denen die gängigen Basistherapien keinen Nutzen zu haben scheinen oder eine hohe Krankheitsaktivität vorliegt, und ein rasches Fortschreiten der körperlichen Einschränkung droht. „Auch hier sollte der Patient mit dem Facharzt abwägen, ob diese Therapie in Frage kommt, denn einige der möglichen Nebenwirkungen sind schwerwiegend und nicht mehr umkehrbar, wie z.B. ein Makulaödem. Außerdem gehören Bradykardie, Blutdruckerhöhung, Herpesinfektionen, Erhöhung der Leberwerte, Rückenschmerzen, Depressionen, Schwindel und Kopfschmerzen zu den häufigsten Nebenwirkungen.“ warnte der Neurologe. 

Auch für die Beantwortung der zahlreichen Fragen nahm sich Herr Simonow viel Zeit. Es war deutlich erkennbar, dass für ihn das gute Informieren der Patienten und eine gemeinsame Lösungssuche im Entscheidungsprozess für die individuell angepasste Therapie von großer Bedeutung sind. Nach dem sehr informativen Vortrag applaudierten alle Anwesenden und wir bedankten uns bei Herrn Simonow mit einem kleinen Präsent und der Einladung zum gemeinsamen Abendessen.

Simonow1
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Simonow2
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Simonow3
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Mitgliederversammlung 2011 mit Wahlen

Conni Hummel und Hans Heinrich Herrmann sind neu im Vorstand 

 Zur diesjährigen Mitgliederversammlung begrüßte der Vorstand zahlreiche Mitglieder im Siegerlandzimmer der Siegerlandhalle. Unsere Vorsitzende Birgit Rabanus gab einen Rückblick auf das abgelaufene Vereinsjahr und zählte verschiedene Aktivitäten auf, wie z.B. den Kurs „Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Menschen mit Behinderung“, den gemütlichen Grillabend und drei gut besuchte Facharztvorträge sowie den Vortrag der Rechtsanwältin Susanne Heiler zum Thema “Behinderung und Autofahren“. 

Die Beisitzerin Antje Hering gab einen Ausblick auf die noch kommenden Termine in diesem Jahr: Mitte Juni haben wir auf vielfachen Wunsch hin erneut den Selbstverteidigungskurs im Programm, im Juli werden wir mit einem Informationsstand am „Tag der Begegnung“ in der Siegener Innenstadt teilnehmen, im Juli machen wir einen Tagesausflug in den Dortmunder Zoo und im September folgt ein Bildervortrag von Antje Hering über ihre Reise ins ferne Australien. 

 Zu weiteren wichtigen Aufgaben gehörten etliche telefonische oder persönliche Beratungsgespräche mit MS-Betroffenen und deren Unterstützung sowie die Öffentlichkeitsarbeit. Seit dem vergangenen Jahr sind wir auch im „Beirat der Menschen mit Behinderung Siegen“ durch Birgit Rabanus, auch dort als 1. Vorsitzende, vertreten. Sie berichtete über die Aufgaben und Möglichkeiten der Einflussnahme durch den Beirat. 

Die Kassiererin Karin Harrie stellte den Kassenbericht vor und bezeichnete die Finanzlage unseres Vereins als solide. Anschließend berichtete der Kassenprüfer Horst Schäfer von der Kassenprüfung, die er zusammen mit Friedhelm Eickhoff mit sehr gutem Ergebnis durchgeführt hatte. Nach der Entlastung des Vorstands wurden Beide einstimmig in ihrem Amt bestätigt. 

 Bei den anstehenden Wahlen wurden alle, die für den geschäftsführenden Vorstand kandidierten, einstimmig gewählt: Birgit Rabanus wurde als 1. Vorsitzende und Nicole Fahrenkamp als Schriftführerin in ihrem Amt bestätigt, Antje Hering wird 2. Vorsitzende und Cornelia Hummel die neue Kassiererin. Als Beisitzer wurden Beate Weber, Sabine Ridder und, neu im Vorstand, Hans Heinrich Hermann gewählt. 

Mit einem kleinen Präsent bedankten sich alle bei Karin Harrie, die aus persönlichen Gründen nicht mehr für das Amt der Kassiererin zur Verfügung steht. Birgit Rabanus wies darauf hin, dass unsere seit nunmehr sechs Jahren bestehende Selbsthilfegruppe mittlerweile 92 Mitglieder zählt, und dankte in ihren abschließenden Worten allen, die mit ihrem Engagement die erfolgreiche Arbeit des Vereins unterstützten.

Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Menschen mit Behinderung

 Fortsetzungskurs mit Guy Lagast und Andreas Stumpf 

Am Wochenende 18./19.06.2011 hatten wir den 2. Selbstverteidigungskurs für Menschen mit Handicap. Die Teilnehmerinnen waren begeistert, darunter auch Bine und Conni, die diesen Bericht schrieben:

Unser Trainer Laggi, den wir ja schon vom letzten Jahr kannten, war wieder sehr souverän und offen und ist ein echt klasse Typ. Und er ist selbst gehandicapt und hat deshalb das nötige Feingefühl und Verständnis für Menschen mit einer Behinderung. Diesmal hatte er seinen Kumpel Andy mitgebracht und die Beiden (einer ist Sabom, der andere Sensei) ergänzten sich phantastisch! Sie sind auf jede Teilnehmerin extra eingegangen und haben sich genau an deren Fähigkeiten orientiert und spezielle Verteidigungstechniken mit uns geübt. So ist es eben auch möglich, sich im Rollstuhl sitzend oder am Rollator gehend wirksam zu wehren.

Andreas ist ein richtiges Multitalent, denn er ist auch zum Sozialarbeiter, Anti-Gewalttrainer, Mediator und Konfliktberater ausgebildet. Er gab uns einige Beispiele aus der Praxis, erklärte Gesetzesgrundlagen und stellte zusammen mit Laggi entsprechende Situationen anschaulich dar.

Mit Freude zeigten sie uns, wie die Gegenstände, die sich üblicherweise in Damenhandtaschen befinden, zur Abwehr benutzt werden können. Effektive Verteidigungsmöglichkeiten bietet z.B. auch ein Kubotan, dessen Gebrauch wir ebenfalls auf verschiedene Weise einüben konnten. Und natürlich haben wir auch wieder sehr viel Spaß miteinander gehabt!!!

Wir fanden das Seminar einfach nur klasse!! Und es war ein erfolgreiches Seminar für uns alle. Jedenfalls haben wir wieder viel gelernt - und nochmal Selbstbewußtsein/Selbstsicherheit „getankt”.

Deshalb: Danke an unsere Gruppe, dass sie uns solche Kurse ermöglicht! Und: DANKE an Laggi und Andy ! Ihr seid KLASSE !! - Wir freuen uns auf den nächsten Kurs mit Euch!!

Bine und Conni 

Barrierefreiheit

Gemeinsames Motto am Tag der Begegnung 

Bereits zum 16. mal veranstaltete die AG Begegnung in der Innenstadt von Siegen den Tag der Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung. Hier der Bericht von Birgit:

Wir beteiligten uns wieder mit unserem Stand, an dem anschauliches Info-Material über Multiple Sklerose auslag, ebenso eine kleine, aber feine Sammlung von Büchern über MS und auch von MS-Betroffenen über die persönlichen Erfahrungen mit dieser Erkrankung. Natürlich durfte auch in diesem Jahr die große Lostrommel nicht fehlen, mit der die Glückspilzlotterie der Wohlfahrtsverbände angeboten wurde.

Obwohl weniger Besucher als in den Vorjahren an unseren Stand kamen, fanden einige Gespräche mit MS-Betroffenen, Angehörigen oder Interessierten bzw. Begegnungen mit Nichtbehinderten statt. Unser Grundsatz ist schon seit Jahren, dass sich die Mühen gelohnt haben, wenn es auch nur zu einem einzigen Gespräch gekommen ist. Sich gemeinsam zu präsentieren und Kontakte zu knüpfen ist ja auch der Zweck dieser jährlich stattfindenden Veranstaltung.

Zum ersten mal stand der Tag der Begegnung unter einem gemeinsamen Motto: Barrierefreiheit. Alle teilnehmenden Gruppen waren aufgerufen, an ihrem Stand auf beliebige Art und Weise darzustellen, was das für sie bedeutet, bzw. wodurch Barrieren entstehen können. Mit zwei Plakaten zu diesem Thema hatten wir den sogenannten Aufsteller versehen und ihn gut sichtbar vor unserem Stand platziert. Außerdem lagen entsprechende Handzettel aus. Mitglieder unserer Gruppe zeigen dabei an Beispielen aus ihrem Alltag auf, von welchen Barrieren sie behindert werden.

An dieser Stelle möchte ich mich bei Allen, die zum Gelingen unserer Beteiligung am Tag der Begegnung beigetragen haben, für ihre Mithilfe und das Engagement sehr herzlich bedanken.

 

Ein Besuch im Zoo Dortmund

Am 23.07.2011 trafen wir uns, trotz der frühen Stunde, gut gelaunt auf dem Parkplatz an der Siegerlandhalle, um von dort zu unserem lange geplanten Besuch im Zoo Dortmund zu starten. Wir konnten unsere Busfahrt pünktlich beginnen und hatten schon auf der Hinfahrt viel Spaß miteinander. Nach einer kurzen Begrüßungsrede der Chefin gab es für jeden der 28 Teilnehmer ein Tröpfchen Sekt und O-Saft für die Kinder sowie ein kleines Fresspaket mit Süßem und Salzigem.

In Dortmund angekommen warteten wir zunächst noch auf einige Nachkömmlinge unserer Gruppe, die mit dem eigenen Auto angereist kamen, bevor wir alle an einer 1½ -stündigen Führung durch den Zoo teilgenommen haben. Diese war sehr informativ und wir bekamen detaillierte Informationen über die im Zoo lebenden Tiere.

Danach haben wir uns in kleinere Gruppen aufgeteilt, die jeweils eigene Touren – kurz oder lang, schnell oder langsam, mit oder ohne Pause - über`s Zoogelände machten. Wir haben wieder viel gelacht, gute Gespräche geführt und viele, viele schöne Fotos geschossen. Um ca. 16.00 Uhr trafen wir uns alle am Ausgang des Zoos und konnten nach kurzem Durchzählen der Teilnehmer die Rückreise antreten.

Wieder daheim angekommen waren alle rechtschaffen müde, aber froh, dabei gewesen zu sein. Und alle waren sich einig:

Das war mal wieder ein gelungener GEMEINSAM verbrachter Tag!

Und außerdem ist es noch wichtig zu erwähnen:

Es ist jedes Mal beeindruckend, wie selbstverständlich sich alle gegenseitig helfen und unterstützen: ob Einstiegshilfe für Rollifahrer/innen in den Bus, das Achten auf eine sehbehinderte Teilnehmerin, abwechselndes Schieben vom Rollstuhl oder die Unterstützung einer Teilnehmerin, der es zwischenzeitlich nicht gut ging ! Gemeinsam sind wir stark !

Dieser Bericht ist von Bine. 

Sehnsucht nach Australien...

Hinreißende Bilder von Antje Hering 

Seit fast 3 Jahren erzählt Antje uns immer wieder von ihren tollen Erlebnissen in Australien und den Abenteuern, die sie auf diesem unendlich großen und absolut behindertenfreundlichen Kontinent mit ihren Freundinnen Christa und Birgit erleben durfte. Sie schwärmt von der herrlichen Natur und den vielen interessanten Tieren, die sie auf der Reise gesehen hat, ja teilweise sogar berühren und streicheln konnte.

Mit viel Mühe und Geduld hat Christa einen tollen Film aus den vielen Fotos ihrer 2. Reise nach Australien (2008) zusammengestellt, den wir nun endlich sehen sollten. Nun war es soweit: Fast 60 Menschen trafen sich im Atriumsaal und warteten gespannt, um per Film auf die Reise ins Land der Koalas, Kängurus und Papageien zu gehen. Mit viel Charme und Humor berichtete Antje immer wieder zwischendurch von kleinen Erlebnissen und besonderen Highlights ihrer Reise, z.B. dem Besuch der Blue Mountains. Dieser Landstrich ist riesig groß und es wachsen dort hauptsächlich Eukalyptusbäume. Der namensgebende Dunst, der über den Blauen Bergen liegt, wird von winzigen Ölpartikeln verursacht, die die Bäume ausstoßen und in denen sich das Sonnenlicht spiegelt.

Wir lernten, dass es in Australien ca. 500 Sorten Eukalyptus gibt. Die Koala-Bären z.B. ernähren sich ausschließlich von den Blättern dieser Bäume, aber sie fressen nur ca. 70 Sorten und von denen wählen sie auch nur die älteren Blätter. Die jungen Triebe sind hochgiftig und die Koalas vertragen nur ein gewisses Maß an Toxinen. Die Koalas sind ganz gemütliche Gesellen, die mindestens 20 Stunden am Tag schlafen, ausgezeichnet hören und sehr gut riechen können.

Ein weiterer Höhepunkt war Monkey Mia; dort kann man frei lebende Delphine hautnah erleben. Täglich kommen in der Shark Bay diese interessanten und klugen Tiere zum Strand. Von vielen Touristen und Einheimischen werden sie immer wieder erwartet und diesmal waren auch die 3 Freundinnen dabei. Helfer setzten Antje in einen großen Strand-Rollstuhl und fuhren sie mitten ins Meer. Sie durfte die Delphine füttern – das war ein Erlebnis, das sicher niemand von uns jemals vergessen könnte, und Antje natürlich auch nicht.

Worauf sich die 3 besonders gefreut hatten, war die Tour auf der Great Ocean Road. Während des Vortrages wurden wir in eine völlig andere Welt entführt und konnten durch einen Rundflug mit dem Hubschrauber, die Felsformationen der sogenannten 12 Apostel aus der Vogelperspektive betrachten. Unfassbar schön!

Der Abend war richtig gelungen, und wir alle - Gruppenmitglieder und Gäste - waren ganz begeistert von diesem wirklich schönen und interessanten Vortrag.

VIELEN DANK DAFÜR!

Die Resonanz war riesig, was sich - abgesehen von der großen Anzahl an Zuschauern - auch daran zeigte, dass viele von ihnen im Anschluss daran noch das Gespräch mit Antje suchten.

Wenn Ihr noch mehr über diese schöne Reise erfahren möchtet, dann findet Ihr hier unter Fotoberichte 2008 den ausführlichen Bericht von Antje mit dem Titel: Drei Frauen, zwei Wohnmobile und ein ganzes Land. Außerdem wird der Film auch in regelmäßigen Abständen in der Neurologischen Fachklinik in Hilchenbach gezeigt. Es lohnt sich in jedem Fall, gemeinsam mit Antje auf die große Reise zu gehen, Australien zu besuchen und kennenzulernen.

Für das Jahr 2012 ist eine weitere Reise nach Australien geplant. Es ist bewundernswert, mit welcher Freude und Energie Antje dieses neue Projekt in Angriff nimmt. Andere Menschen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, würden sich vielleicht von solchen Anstrengungen abschrecken und entmutigen lassen. Aber wir haben gelernt: Es ist eben doch viel mehr möglich, wenn man gute Freunde und den Mut hat, sich auf solche Herausforderungen oder auch wesentlich kleinere Abenteuer einzulassen.

 Dieser Bericht ist von Bine und Conni.

Alle Jahre wieder

Mitglieder und Gäste trafen sich zum Jahresabschluss

Diesmal war das Jahresabschluss-Essen im Restaurant der Siegerlandhalle. Auf Anregung eines Mitgliedes gab es ganz traditionell Kartoffelsalat mit Würstchen.

Als Gäste begrüßte unsere 1. Vorsitzende Birgit Rabanus das Ehepaar Voss, das alljährlich das große Wanderwochenende „Gesunde wandern für Kranke“ organisiert. Außerdem waren Raimund Klauser (Dipl. Soziologe), der unserer Gruppe sehr verbunden ist, wie er in seiner kurzen Ansprache betonte, und Regina Weinert, die voraussichtlich eine der beiden Behindertenbeauftragten der Stadt Siegen sein wird, unsere Gäste.

Die 2. Vorsitzende Antje Hering blickte auf das vergangene Jahr mit seinen vielseitigen Angeboten, wie z.B. der Selbstverteidigungskurs für Menschen mit Behinderung, zurück, das nun zu Ende ging. Fazit: nur gemeinsam mit den Gruppenmitgliedern können wir viel erreichen und erleben.

Nach einem entspannten Essen mit guten Gesprächen begrüßten wir Frau Petra Griese, eine Märchen- und Geschichten-Erzählerin. Dies war ein ganz besonderer Höhepunkt an diesem Abend. Sie entführte uns in die wunderbare Welt der Märchen, die sie mit ihrer ausdrucksstarken Stimme, mit Mimik und Gestik eindrucksvoll erzählte. Es war unglaublich spannend, diese Märchen zu hören, fast zu sehen... Es war für alle ein außergewöhnliches Erlebnis! Einer meinte sogar, dass diese Feier - nicht zuletzt dank Frau Griese - die schönste gewesen sei, an der er teilgenommen habe.

Im Anschluss hatten wir noch etwas ganz Lustiges im Angebot: Schrottwichteln = ein vergnügliches Wichteln mit Geschenken, die nicht wirklich schön sind, sondern bei jedem ganz einsam und vergessen irgendwo (versteckt im Keller) herum liegen und nur darauf warten, liebevoll verpackt und verschenkt zu werden.

Was da nicht alles zum Vorschein kam! Wir haben uns köstlich amüsiert.

Antje und Bine.