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KOSA-Workshop für Medizinische Fachangestellte

Einen Einblick in die Arbeit von Selbsthilfegruppen (Shg) gaben Birgit Rabanus von der MS-Selbsthilfegruppe Siegen e.V. und ein Vertreter der Anonymen Alkoholiker Siegen.

Die Kooperationsberatungsstelle für Selbsthilfegruppen, Ärzte und Psychotherapeuten (KOSA) führte jetzt in Zusammenarbeit mit der Selbsthilfekontaktstelle der Diakonie Medizinische Fachangestellte die Fortbildung „Selbsthilfe – Unterstützung für Patient und Praxis“ durch. Das Interesse war groß: 19 Medizinische Fachangestellte aus Westfalen-Lippe nahmen an dem Workshop in Siegen unter der Leitung von Doris Schlömann (KOSA) und Gabriele Hermann (Diakonie) teil.

Frau Rabanus und der Vertreter der Anonymen Alkoholiker Siegen berichteten von ihren persönlich gemachten Erfahrungen mit ihrer jeweiligen Erkrankung Multiple Sklerose bzw. Alkoholismus und welche Bedeutung die Selbsthilfearbeit für sie hat. Sie beschrieben den Ablauf von Gruppentreffen, die gegenseitige Unterstützung in der Gemeinschaft, das ganz besondere Verständnis der Betroffenen untereinander und die wertvolle Hilfe für die Bewältigung des Alltags.
Die Teilnehmerinnen erfuhren einiges Grundsätzliches über Selbsthilfegruppen (Shg), wie z.B. die Durchführung von regelmäßigen Treffen zum Erfahrungs- und Informationsaustausch.

Wichtigstes Gebot ist die Schweigepflicht, damit alle Anwesenden offen über ihre Sorgen sprechen und Fragen stellen können.

Die Leitung der Gruppe obliegt den Betroffenen selbst; diese Aufgabe soll kein Arzt oder Therapeut übernehmen.Besprochen wurde auch, was eine Shg nicht leisten kann/darf, z.B. Diagnosen stellen, Psychotherapie anbieten, Medikamente empfehlen.
Es wird aber nicht ausschließlich über die Krankheit gesprochen, sondern auch über Alltag und Freizeit, Hobby und Familie. Eine positive Einstellung zum Leben ist das Ziel – trotz der Erkrankung. Wenn Neu-Betroffene den Kontakt suchen, kann z.B. die Diagnose in Ruhe besprochen werden. Mit fachlichen Informationen können vorhandene Ängste reduziert werden. Angehörige oder Freunde sind stets willkommen und werden miteinbezogen, denn auch sie sind indirekt von der Erkrankung betroffen.

Die Teilnehmerinnen stellten erfreut fest, dass die Selbsthilfe eine gute Unterstützung für Patient und Praxis sein kann. Gemeinsam wurde überlegt, wie in der Arztpraxis die Patienten auf bestehende Shg aufmerksam gemacht werden können. Am Ende bedankten sich alle für die gegenseitige Bereicherung durch diese praxisorientierte Veranstaltung.


Das letzte Gruppentreffen vor der Sommerpause im August wollten wir uns besonders versüßen.
Eine fröhliche Runde fand sich also im Lokal „Das Naschwerk“ ein und wir haben uns alle einen riesigen Eisbecher gegönnt.
Ein sehr geselliger Abend mit vielen guten Gesprächen in netter Atmosphäre.

 

Barrierearme Stadtführung „Wo die Nassauer zu Hause waren – Schlosspark und Oberes Schloss“

Bestimmt haben wir alle schon einmal das Obere Schloss in Siegen besucht und den wunderschönen Schlosspark bewundert. Aber wer weiß schon Genaueres über die Geschichte des Schlosses? Wir wollten mehr erfahren und meldeten uns für die barrierearme Stadtführung „Wo die Nassauer zu Hause waren – Schlosspark und Oberes Schloss“ an.

Schon beim Spaziergang durch den Schlosspark erzählte die Stadtführerin Ingrid Heinz, die auch die Erfinderin der barrierearmen Stadtführungen ist, viel Interessantes über die Geschichte von Siegen und seinem Schloss. Die geringfügigen Höhenunterschiede des Parks konnten wir alle meistern.
Die schöne Atmosphäre mit den sommerlich bunten Blumenbeeten und der teils exotische Baumbestand hatten nicht nur uns hierher gelockt, auch zwei Hochzeitspaare nutzten die besondere Umgebung für Erinnerungsfotos.
Zwei Aussichtspunkte, ehemalige Befestigungstürme, heute „Großer Krebs“ und „Kleiner Krebs“ genannt, boten uns einen schönen Blick Richtung Hüttental bzw. Kaan-Marienborn.
Im Oberen Schloss befindet sich das Siegerlandmuseum. Auch hier erzählte Frau Heinz Verschiedenes aus der Siegener Geschichte, sie zitierte alte Siegener Sprüche wie z.B. „Haben wir Wasser, trinken wir Wein. Haben wir kein Wasser, trinken wir Wasser“ und erklärte deren Bedeutung.
Da es im Schloss mehrere Treppenaufgänge ohne Lift oder Rampe gibt, konnten die zwei teilnehmenden Rollstuhlfahrerinnen diesen Teil der Führung leider nicht mitmachen. Trotzdem fanden wir, dass es ein rundum gelungener Nachmittag war.


Mitgliederversammlung 2017

Trotz hochsommerlicher Temperaturen fanden sich Ende Mai zahlreiche Mitglieder der MS-Selbsthilfegruppe Siegen e.V. zur jährlichen Mitgliederversammlung in der Siegerlandhalle ein, wo sie die 1. Vorsitzende Frau Birgit Rabanus, herzlich begrüßte.

Im Tätigkeitsbericht blickte sie zurück auf die zweimal monatlich stattfindenden Gruppentreffen, die monatliche Beratungsstunde, in der Ratsuchende, die noch nicht den Weg in eine Selbsthilfegruppe gefunden haben, wichtige Informationen über die schwerwiegende Erkrankung erhalten können.

Bei verschiedenen Vorträgen konnten sich die Mitglieder und interessierte Gäste informieren:
Frau Ina Selka, Mitarbeiterin in der neurologischen Klinik Lüdenscheid, referierte in ihrem Vortrag „Think Pink“ über das Thema Resilienz, Herr Günther Sander informierte über „Blasen- und Darmfunktionsstörungen bei MS“ und Herr Renè Bernards vom Paritätischen NRW stand bei seinem aktuellen Vortrag über „Die Reform der Pflegeversicherung“ für zahlreiche Fragen kompetent zur Verfügung.


Im Laufe des Jahres plant der Verein noch eine Führung am Siegener Schloss unter dem Thema „Wo die Nassauer zu Hause waren“ und ein besonderes Highlight; einen Ausflug zum Gasometer in Oberhausen, um gemeinsam die phantastische Ausstellung “Die Wunder der Natur“ zu besuchen.
Ebenfalls ist natürlich auch ein gemeinsames Jahresabschlusstreffen geplant.

Die Kassenprüfer bescheinigten eine korrekte und vorbildliche Kassenführung und so folgten die Mitglieder geschlossen der Empfehlung, den Vorstand zu entasten. Finanziell ist der Verein gut aufgestellt.

Bei den anstehenden Wahlen wurden alle Damen des geschäftsführenden Vorstands in ihren Ämtern bestätigt. So bleiben B. Rabanus und Frau Antje Hering 1. und 2. Vorsitzende, Frau Nicole Fahrenkamp Kassiererin und Frau Ines Laesecke Schriftführerin. Als Beisitzer fungieren weiterhin Herr Jan Sören Lagemann und Frau Edel Luban. Zusätzlich verstärken wird das Team ab sofort Frau Elke Rehberg. Nach langer Tätigkeit im Vorstand wurde Frau Conni Hummel mit einem kleinen Präsent als bisherige Beisitzerin verabschiedet.

Zwei neue Mitglieder konnten an diesem Tag auch noch begrüßt werden, sodass der Verein nun rund 80 Mitglieder zählt, wobei über 60 an MS erkrankt sind. Mit einem kleinen Imbiss ging eine harmonische Versammlung zu Ende und Birgit Rabanus bedankte sich bei allen Anwesenden für ihr Engagement für den Verein, ohne das ein lebendiges und konstruktives Gruppenleben nicht machbar sei.


Das neue Pflegestärkungsgesetz

Am Freitag, den 12. Mai hatten wir zu einem Vortrag zum Thema "Pflegereform" eingeladen.

Da dieses Gesetz wohl mehr Fragen aufwirft als beantwortet, durften wir zahlreiche Gäste begrüßen. Kurzfristig mussten wir von unserem kleinen Gruppenraum in den größeren Atriumsaal umziehen.

René Bernards vom Päritätischen Wohlfahrtsverband informierte über die einzelnen Grade der Pflegebedürftigkeit, was sich geändert hat oder auch neu hinzugekommen ist und welche Leistungsansprüche einem pflegebedürftigen Menschen in den einzelnen Graden der Pflegebedürftigkeit zustehen.

Es wurden viele Fragen gestellt, die Herr Bernards ausführlich beantwortete. Ganz herzlich danken wir Herrn Bernards für seinen Besuch in unserer Gruppe und die vielen Informationen, die er uns mitgebracht hat!

https://www.facebook.com/msshgsi.


Tabuthema Blasen- und Darmfunktionsstörungen

Die Gruppenstunde vom 10. März hatten wir dem Thema „Ein peinliches Thema? - Blasen- und Darmfunktionsstörungen bei MS“ gewidmet.

Der Referent Gunther Sander klärte über Ursachen und mögliche Therapien des sehr häufigen Problems für MS-Patienten auf. Hierbei liegt die Ursache nicht bei der Blase, sondern die MS selbst, die durch die multiplen Entzündungen im Gehirn und Rückenmark gekennzeichnet ist, ist die Ursache. Durch falsche Signale vom Gehirn reagiert die Blase irritiert und funktioniert nicht mehr normal.
Für die meisten Betroffenen ist diese Blasenschwäche eine heikle, mit vielen Tabus behaftete Situation. Die Sorge, dass andere Menschen etwas davon bemerken, lässt Betroffene den Kontakt zu ihren Mitmenschen meiden. Häufig gehen sie kaum noch außer Haus. Das kann zu Vereinsamung und Depressionen führen.
Durch sein lockeres und freundliches Auftreten, den informativen Vortrag und viel Raum für jede Art von Zwischenfragen konnte er vor allem dem großen Tabuthema „Inkontinenz“ viel von seinem Schrecken nehmen.

Zusätzlich gab es noch ein paar Tipps:
- In ihrem Buch „Darm mit Charme“ erklärt die junge Wissenschaftlerin Giulia Enders spannend und unterhaltsam, was wir mit dem Darm für ein hochkomplexes und wunderbares, nur leider extrem vernachlässigtes Organ haben.
- Regelmäßige Beckenbodengymnastik kann auch helfen einer Inkontinenz so lange wie möglich zu trotzen. Das gilt für alle Frauen, ob erkrankt oder nicht.
- Rafft euren Mut zusammen und sprecht offen mit eurem Arzt! Er kann nur helfen, wenn er auch Bescheid weiß.


Erstes Lokaltreffen 2017

Zum ersten „Lokaltreffen“ in diesem Jahr trafen sich die Vereinsmitglieder am vergangenen Freitag am oberen Schloss in Siegen.
Am Vortag wütete noch eine heftiger Sturm mit Regen über die Stadt, aber an diesem Tag traute sich sogar die Sonne heraus...jedem das, was er verdient.... sodass wir vor dem Essen im Wirtshaus noch zu einem kurzer Spaziergang durch den Schlosspark aufbrachen. Dabei entdeckten wir die ersten Frühlingsboten...
Bei leckerem Essen und guten Gesprächen verbrachten wir einen gemütlichen Abend und im Laufe des Jahres werden wir das mit Sicherheit noch einmal wiederholen!