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< Irrtum: Menschen mit Multipler Sklerose müssten sich schonen
30.10.2017 10:35 Alter: 235 days

Wann ist eine Grippeimpfung sinnvoll?

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt vor allem chronisch Kranken zu einer jährlichen Grippeschutzimpfung.


Grippaler Infekt ist nicht gleich Grippe!
Die meisten Erkältungskrankheiten, die wir uns über die Wintermonate hinweg einfangen, gehören zu der Gruppe der grippalen Infektionen. Grund für den Infekt sind Viren, die sich in der nasskalten Jahreszeit rasch vermehren und sich vorzugsweise per Tröpfchen- oder Schmierinfektion in den Atemwegen ansiedeln und dort Unheil anrichten können. Ein Kratzen im Hals, eine laufende Nase, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen sind die Folgen. Doch wenn auch lästig und risikobehaftet, lebensbedrohlich sind diese sich langsam steigernden Symptome nicht.
Anders verhält es sich bei der Grippe. Deren Symptome setzen rasch und heftig ein und sind häufig von hohem Fieber begleitet. Insbesondere ältere Menschen und chronisch kranke Menschen, die an der Grippe erkranken, weisen ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe auf.

Da die Schutzwirkung der Influenzaimpfung jedoch geringer ist als bei vielen anderen empfohlenen Impfungen, bietet die Impfung keinen 100%igen Schutz gegen die Grippe. Dennoch kann jeder sein persönliches Risiko, an einer Influenza zu erkranken, durch die Impfung erheblich verringern. Zudem verläuft bei Geimpften eine Erkrankung in der Regel auch milder und ohne Komplikationen. Eine Verschlechterung der Multiplen Sklerose oder die Gefahr einer Schubauslösung müssen MS-Betroffene durch die Influenzaimpfung nicht fürchten: von den modernen Totimpfstoffen geht diesbezüglich keine Gefahr aus – wohl aber von der Grippe selbst. Eine Impfung ist also unter diesen Gesichtspunkten für Menschen mit MS uneingeschränkt zu empfehlen.

 

 

Grippeimpfung immunisiert nicht gegen grippale Infekte
Immun gegen erkältungsbedingten Husten, Schnupfen und Fieber ist man allerdings durch die Influenzaimpfung noch nicht. Hier müssen andere Schutzmaßnahmen ergriffen werden:

  • Bewegen Sie sich viel an der frischen Luft – das aktiviert die Abwehrkräfte und fördert die Durchblutung.
  • Ernähren Sie sich fettarm, essen Sie täglich 400 g Gemüse sowie 250 g Obst und verzichten Sie auf Alkohol und Nikotin.
  • Stress, Hektik, Termindruck und Schlafmangel können die Abwehrkräfte erheblich schwächen – achten Sie deshalb auf ausreichend Schlaf und gezielte Erholungsphasen während des Tages.
  • Waschen Sie sich regelmäßig mindestens dreißig Sekunden lang mit Flüssigseife die Hände, besonders vor dem Zubereiten von Speisen, vor dem Essen, nach dem Toilettengang oder wenn Sie nach Hause kommen.

 

Quelle: https://www.aktiv-mit-ms.de/leben/artikel/ms-und-erkaeltung-grippeimpfung-ja-oder-nein/